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Aus Bioabfall Strom und Wärme zu generieren, hatten die Verantwortlichen der Gesellschaft für Bioabfallwirtschaft in Landkreis und Stadt Aschaffenburg mbH (GBAB) schon seit Mitte der 90er Jahre im Sinn. Nach nur neun Monaten Bauzeit ist diese Idee Realität geworden:
Die Vergärungsanlage auf dem Gelände an der Obernburger Straße geht in den Betrieb.
Mit einer Investition von fünf Millionen Euro hat die GBAB in gemeinsamer Zusammenarbeit das außergewöhnliche Projekt realisiert. Erstmalig wird in Deutschland im großen Stil die so genannte thermophile Perkolationsvergärung verwirklicht.
Sie arbeitet bei höheren Temperaturen und erzeugt einen bereits hygienisierten Rest an Gärstoffen, der nicht mehr notwendigerweise durch eine Rotte nachbehandelt werden muss. So werden jährlich drei Millionen Kilowattstunden Strom aus der erneuerbaren Energiequelle „Bioabfall“ erzeugt und in das Netz der Aschaffenburger Versorgungsgesellschaft eingespeist!
Die Bauarbeiten begannen im Juni 2010. Bereits im Dezember nach nur sechs Monaten konnte das Richtfest gefeiert werden. Der harte Winter brachte zwar eine rund einmonatige Verzögerung mit sich, die Inbetriebnahme konnte dennoch wie geplant im Frühjahr 2011 erfolgen.
Die Anlage hat eine Verarbeitungskapazität von jährlich 15.000 Tonnen Abfällen aus der Biotonne und strukturarmen Grünabfällen. Aus den Bioabfällen entsteht durch Vergärungsprozesse pro Jahr etwa 1,4 Millionen Kubikmeter Bio-Methangas. Dieses Gas wird anschließend in zwei Blockheizkraftwerken in Strom und Wärme umgewandelt.