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KlaRo Projekt erforscht Effizienzsteigerung beim Metallrecycling

Förderkennzeichen:

033RK028A/B/C


Am 01.08.2015 startete das Verbundforschungsvorhaben KlaRo (Entwicklung einer effizienten Klassierung von Rostasche zur Nutzbarmachung von metallischen Wertstoffen). Im Rahmen des Programms KMU-innovativ wird das Vorhaben durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Das Verbundvorhaben wird koordiniert durch die pbo Ingenieurgesellschaft mbH. Weitere Projektpartner sind die RWTH Aachen vertreten durch das Institut für Aufbereitung und Recycling (I.A.R.), die Wertstoffverwertung Wuppertal GmbH (Tochtergesellschaft der AWG Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH Wuppertal) und die Hein, Lehmann GmbH. Das Projekt ist für eine Laufzeit von 24 Monaten angelegt.

Pro Jahr fallen in Deutschland ca. 5 Mio. Tonnen Rostasche aus Müllverbrennungsprozessen an. Nach derzeitigem Stand der Technik der Aufbereitung verbleiben schätzungsweise 65.000 Tonnen wertvoller Nichteisenmetalle (z. B. Aluminium und Kupfer) ungenutzt. Rostasche im Körnungsbereich < 10 mm stellt aufgrund des Wassergehaltes besonders hohe Anforderungen an die Aufbereitung, wodurch bisher Metalle in diesem Kornspektrum unzureichend zurückgewonnen werden. Ziel des Vorhabens ist es, die bisher teilweise ungenutzten Fraktionen der Rostasche bestmöglich für Sortierprozesse zu konditionieren, um Wertstoffe mobilisieren zu können. Durch das Forschungsvorhaben wird angestrebt, die Effizienz der in Deutschland bestehenden Aufbereitungsanlagen sowie die Wertstoffrückgewinnung aus Abfall zu steigern. Zentraler Aspekt bei der Aufbereitung der Rostasche ist die Klassierung (= Siebung), die die Rostasche zur nachgeschalteten Metallsortierung vorbereitet. Bedingt durch die hohe Feuchtigkeit in der Rostasche nach dem Austrag aus der MVA bestehen hohe kapillare Bindungskräfte. Die meisten Anlagen zur Aufbereitung von Rostasche arbeiten aufgrund des Wassergehalts mit stark eingeschränkten Wirkungsgraden. Im Zuge des Vorhabens wird in einer Pilotanlage eine effiziente Klassierung untersucht, indem der Wassergehalt des Materials aktiv und energieoptimiert angepasst wird. Durch eine anschließend stattfindende optimierte Metallsortierung können die zusätzlichen Wertstofferträge ermittelt werden.

Das diesem Beitrag zugrundeliegende Vorhaben wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Programm „KMU-innovativ“ unter den Förderkennzeichen 033RK028A bis C gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt der Veröffentlichung liegt bei den Autoren.