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Siedlungsabfall

Rund 45 Mio. t Siedlungsabfälle fallen pro Jahr in Deutschland an. Schon allein aufgrund der Materialmenge rückt diese Abfallart in den Fokus der Öffentlichkeit, der noch durch den persönlichen Bezug der Bevölkerung zum Siedlungsabfall verstärkt wird. Diese Gegebenheiten verlangen nach einem rechtlichen Rahmen, um eine fachgerechte Entsorgung zu gewährleisten.

Die Abfallhierarchie nach aktueller europäischer Gesetzgebung (2008/98/EG) definiert folgende Rangfolge der Materialverarbeitung:

  1. Vermeidung
  2. Vorbereitung zur Wiederverwendung
  3. Recycling
  4. sonstige Verwertung, z.B. energetische Verwertung
  5. Beseitigung

In Deutschland erfolgt die rechtliche Einordnung durch das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG). In diesem Gesetz und den zugehörigen Verordnungen stehen detaillierte Vorschriften zu Vermeidung, Verwertung und Ablagerung von Abfall. Bis auf den Aspekt "Vermeidung" kann die ingenieurtechnische Bearbeitung erfolgen. Im Anhang II A und B des KrW-/AbfG werden grundsätzlich vier Abfallbehandlungsverfahren ge­nannt. Neben mechanischen, chemisch/physikalischen und thermischen Behandlungsverfahren werden biologische Verfahren aufgezählt. Bis auf die chemisch/physikalischen finden die zuvor genannten Verfahren in der Hausmüllaufbereitung Berücksichtigung. Aufgrund der Komplexität der Vielschichtigkeit der verwendeten Verfahren ist auch die planerische Auseinandersetzung mit dieser Thematik äußerst umfassend und dadurch stets interessant.