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SATURN (Sensor-sorting Automated Technology for advanced Recovery of Non-Ferrous metals from waste)

Projektbeschreibung:

Das SATURN Projekt (Sensor-sorting Automated Technology for advanced Recovery of Non-Ferrous metals from waste), das am 03. August 2009 gestartet ist, beschäftigt sich mit der automatischen, sensorgestützten Sortierung von Nicht-Eisenmetallen (NE-Metallen) aus Abfällen und deren Aufbereitung zu Sekundärrohstoffen. Es wurde 2008 im Rahmen des CIP Eco-Innovation Programmes ("Pilot and market replication projects") der EU zusammen mit den deutschen Partnern MeKon, TiTech und pbo Ingenieurgesellschaft und dem britischen Partner Envirolink Northwest beantragt. Das Institut für Aufbereitung und Recycling der RWTH Aachen (I.A.R.) ist Koordinator des Projektes.

 

Das Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines automatisierten Prozesses, mit dem NE-Metall-Produkte mit einer hohen Sortenreinheit, die als Sekundärrohstoffe für die Industrie qualifizieren, erzeugt werden können. Bei den Metallen handelt es sich im Wesentlichen um Aluminium, Kupfer, Messing und Zink.

 

Der Fokus liegt auf der Behandlung von NE-Vorkonzentraten aus der Mechanisch-Biologischen Behandlung von Siedlungsabfällen. Diese Vorkonzentrate setzen sich aus verschiedenen NE-Metallen zusammen und weisen daher nicht die notwendige Sortenreinheit auf, die für den Einsatz in der Industrie gefordert wird. Im Zuge der europäischen Deponieverordnung und der daraus resultierenden Notwendigkeit der Reduzierung des organischen Anteils von Abfällen zur Ablagerung wird die Anzahl der Mechanisch-Biologischen Behandlungsanlagen (MBA), und damit auch die Menge an NE-Vorkonzentraten, steigen.

 

Aktuell werden große Mengen der Vorkonzentrate durch manuelle Sortierung in für die Industrie nutzbare Qualitäten überführt. Durch vergleichsweise hohe Lohnkosten in Europa werden daher große Mengen der Vorkonzentrate außerhalb der EU, oft unter wesentlich niedrigeren Arbeitsschutzbedingungen, behandelt. Durch den Einsatz bezahlbarer Sortiertechniken sollen die künftig zu erwartenden Mengen an NE-Vorkonzentraten in Europa behandelt werden, so dass die Wertschöpfung in Europa gesteigert und die Umweltauswirkungen durch den Konsum von NE-Metallen gemindert werden.

 

Dazu wird in einer bestehenden Aufbereitungsanlage des Projektpartners Mekon (Metall-Konzentrat und Recycling GmbH) in Salzgitter eine Versuchsanlage in Betrieb genommen, in der vom Partner TiTech GmbH gelieferte Aggregate zur Sortierung der NE-Metalle eingesetzt werden. In Salzgitter wird während der Projektlaufzeit zunächst an der Entwicklung und später an der Optimierung des sensorgestützten Prozesses gearbeitet. Hierzu gehört die Beprobung und Bewertung der Stoffströme, die in der Versuchsanlage behandelt werden. Die Qualität der erzeugten NE-Metalle wird anhand von Schmelzproben überwacht, so dass die Produkte unter Marktgesichtspunkten bewertet werden können. Die Übertragbarkeit des neuen Anlagenkonzeptes innerhalb der EU wird durch die Charakterisierung und Behandlung von Abfällen aus anderen EU Ländern, darunter England, untersucht. Darüber hinaus werden Studien zur Abfallbehandlung bzw. zu den relevanten Abfallmengen innerhalb Europas durchgeführt.

 

Neben der Entwicklung des neuen Anlagenkonzeptes und der Erzeugung marktfähiger NE-Metalle stellt die Reduzierung von Umweltauswirkungen, die durch die Anwendung des neuen Verfahrens erreicht werden kann, ein Hauptziel des SATURN Projektes dar. Durch den Einsatz recycelter NE-Metalle wird der Aufwand für die Herstellung von Produkten aus NE-Metallen stark reduziert und Ressourcen werden geschont. Dies wird im Rahmen einer Ökobilanz diskutiert, die in der Endphase des Projektes geplant ist.

 

Projektkenndaten:

Hauptphasen SATURN:

  • Planung und Aufbau einer Versuchsanlage
  • Optimierung der Anlage (Ziel: Maximale Erfassung von NE-Metallen bei ausreichend hoher Sortenreinheit der Produkte)
  • Bewertung von relevanten Abfallmengen, Marktsituation
  • Ökobilanz
  • Öffentliche Darstellung von Ergebnissen

 

Hier finden Sie weitere Informationen zum CIP Eco-Innovation Programm.

Website: www.saturn.rwth-aachen.de

Contact: info.saturn@ifa.rwth-aachen.de

 

Realisierungszeitraum:

Projektbeginn: 03. August 2009

Projektende: 02. Mai 2012

 

Baukosten:

Geplante Projektkosten: 1.649.322 €

Bewilligte Fördersumme: 792.992 €

 

Ansprechpartner:

Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. Marcel Grünbein

E-Mail: gruenbein@pbo.de

Tel.: + 49 (0) 241 / 97889 - 22