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Sanierung Schießplatz Rottweil

Projektbeschreibung:

Der ehemalige Schießstand „Rottweil“ wurde bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert von der Rheinisch-Westfälischen Sprengstoff AG zur Erprobung von Geschützmunition in Anspruch genommen. Im Anschluss wurde der Schießstand für sportliche Zwecke durch Sportschützen und Jäger genutzt. Der Betrieb wurde 2012 eingestellt. Aus der Gefährdungsabschätzung geht hervor, dass auf dem Gelände des Schießstands zunächst eine Sand- und Tongrube betrieben wurde, die vor der Anlage des Schießstands verfüllt wurde.

Durch die kombinierte Nutzung als Trap-, Skeet- und Parcoursanlage mit vollautomatischen Wurfmaschinen ist eine Bodenkontamination durch Bleischrot und Wurfscheiben erfolgt.

Ausgehend von umfangreichen Planungsschritten wurde als erste Maßnahme im Herbst 2017 im Bereich der Streuzone der vorhandene Baumbestand gefällt und Baumstämme und Astwerk entfernt.

Die weitere Sanierung des ehemaligen Schießstands gliederte sich in fünf Schwerpunkte: 

  • die Bleirückgewinnung im Kernbereich der Streuzone
  • die Sanierung der Streuzone
  • die Sanierung des Schießstands und 
  • die Sanierung eines PAK-Schadens im Bereich der verfüllten Sand- und Tongrube
  • die Rekultivierung der Gesamtfläche

Innerhalb des Kernbereiches der Streuzone wurde die oberste Bodenschicht in der Fläche aufgenommen, auf Miete gesetzt und mittels Aufbereitungstechnik (mobile Siebmaschine, mobiler Windsichter) eine Bleientfrachtung durchgeführt. Die gewonnene Bleifraktion wurde vermarktet.

Der weitere bleibelastete Boden aus der Streuzone wurde aufgenommen, auf Miete gesetzt und mit dem Ziel der weitgehenden Organikentfrachtung durch Siebtechnik aufbereitet. Der Boden wurde nachfolgend auf einer Deponie entsorgt.

Im Bereich des Schießstands war bei der Trap-, Skeet- und Parcoursanlage, dem ehemaligen Laserstand und dem ehemaligen Vereinsheim der Boden in der obersten Bodenzone ebenfalls bedeutend mit Schwermetallen, insbesondere Blei, verunreinigt.

Die Sanierung dieses Bereiches erfolgte durch den flächigen Abtrag der belasteten obersten Bodenzonen, die ebenfalls auf einer Deponie entsorgt wurden.

Zusätzlich war im Bereich der Trap-, Skeet- und Parcoursanlage der Boden auch in tieferen Bodenzonen der ehemaligen Sand-und Tongrube erheblich mit PAK und MKW belastet.

Um das Gelände zu sanieren wurde der belastete Boden großflächig aufgenommen und in einer Verbrennungsanlage fachgerecht entsorgt.

Als Folgenutzung ist auf einer Fläche von rd. 3,7 ha eine Profilierung erfolgt, so dass das Gelände als Industriegebiet genutzt werden kann.

Auf der restlichen Fläche wurde überwiegend eine definierte Bodenschicht eingebaut die als Nährstoffschicht für eine nachfolgende Aufforstung dient. Eine Teilfläche wurde speziell für den Artenschutz, mit besonderem Augenmerk für die Zauneidechse, hergerichtet.

 

Projektkenndaten:

  • Roden der Waldfläche
  • Aushub mit Blei belasteter Boden und Aufbereitung zur Bleirückgewinnung bzw. zur Organikentfrachtung
  • Entsorgung bleibelasteter Boden auf DK III-Deponie
  • Aushub belasteter Boden im Bereich Schießstand und Entsorgung auf DK III-Deponie, DK II-Deponie bzw. DK I-Deponie
  • Sanierung PAK-Schaden und Entsorgung in Verbrennungsanlage
  • Andecken Rekultivierungsboden im geplanten Waldbereich
  • Herstellen Zauneidechsenhabitat
  • Profilierung Industriegebiet

 

Leistungen pbo:

  1. Grundlagenermittlung, Vor-, Entwurfs- und Genehmigungsplanung
  2. Ausführungsplanung
  3. Vorbereiten und Mitwirken bei der Vergabe
  4. Bauoberleitung, örtliche Bauüberwachung

 

Realisierungszeitraum:

Roden Baumbewuchs im Herbst 2017

Sanierung Schießstand Rottweil von August 2018 bis Juli 2019

 

Auftraggeber:

TroPark GmbH

 

Ansprechpartner:

Herr Dr. Baade

TroPark GmbH

Poststraße 105

53840 Troisdorf

Tel: 02241/888680