Sicherheits- und Gesundheitsschutz Koordination

Dienstleistungen:

Im Allgemeinen liegt auf Baustellen ein höheres Unfallrisiko vor, wenn ohne Absprachen untereinander und mit verschiedenen Materialien und Geräten auf engstem Raum miteinander, mehrere Arbeitgeber (Gewerke) gleichzeitig oder parallel arbeiten. Um Unfälle zu vermeiden oder minimieren, die Gefahr an der Quelle bekämpfen oder geeignete organisatorische Maßnahmen treffen zu können, wurde die Baustellen-Verordnung (BaustellV), angehängt an das Arbeitsschutzgesetz ArbSchG §19, erlassen. Ziel der Baustellen-Verordnung ist die Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten auf Baustellen.

 

Auch der Bauherr ist im Rahmen seiner Kontroll- und Aufsichtsverantwortung für die Belange des Arbeits- und Gesundheitsschutz und die Umsetzung der Anforderungen verantwortlich.

Als Ingenieurbüro übernehmen wir alle Leistungen gemäß Baustellen-Verordnung in der Planungs- und Ausführungsphase. Unsere Koordinatoren verfügen über alle Qualifikationen gemäß RAB 30 und können über langjährige praktische Erfahrungen am Bau zurückgreifen.

 

Planungsphase:

Gerade in der Planungsphase von Bauvorhaben besteht die Möglichkeit als SiGe-Koordinator Einfluss zu üben. Daher ist es notwendig, den Koordinator, wie es die Baustellen-Verordnung vorschreibt, zum Beginn eines Bauvorhabens zu bestellen.

 

Vorankündigung:

Die Baustellenverordnung schreibt die Erstellung einer Vorankündigung gemäß § 2 Abs.2 für jede Baustelle vor, bei der

  • die voraussichtliche Dauer der Arbeiten mehr als 30 Arbeitstage und auf der mehr als 20 Beschäftigte gleichzeitig tätig oder
  • der Umfang der Arbeiten voraussichtlich 500 Personentage überschreitet

der zuständigen Behörde spätestens zwei Wochen vor Einrichtung der Baustelle eine Vorankündigung zu übermitteln.

 

SiGe-Plan:

Der SiGe-Plan ist in der Planungsphase zu erstellen und gibt einen Überblick über die auf der Baustelle durchzuführenden Arbeitsabläufe, die Gefährdungen zwischen den Gewerken, sowie die räumliche und zeitliche Zuordnung der Arbeitsabläufe (Gewerke). Darüber hinaus sind auch die anzuwendenden Arbeitsschutzmaßnahmen und die Maßnahmen für besonders gefährliche Arbeiten aufgeführt, die zur Vermeidung bzw. Minimierung von Gefahren sorgen sollen.

Es gibt verschiedene Formen der Darstellung des SiGe-Plans. Wir erstellen den SiGe-Plan in Abhängigkeit vom Umfang des Bauvorhabens und der beteiligten Gewerke, zeit- und vor allem praxisnah.

 

Ausführungsphase:

SiGe-Koordination:

In der Ausführungsphase eines Bauvorhabens findet die Arbeit des SiGe-Koordinators vorranging vor Ort auf der Baustelle statt. Folgende Aufgaben werden vom SiGe-Koordinator wahrgenommen:

  • Bekanntmachen, Anpassen und Fortschreiben des Sicherheits- und Gesundheitsschutzplanes
  • Die Koordination der Firmen auf der Baustelle wird unter Anwendung von § 4 Arbeitsschutzgesetz durchgeführt. Dabei achtet der Koordinator auch auf die Umsetzung der Arbeitsschutzpflichten der beteiligten Gewerke
  • Informieren und Erläutern der Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheitsschutz gegenüber allen Auftragnehmern
  • Organisieren des Zusammenwirkens der bauausführenden Unternehmen hinsichtlich Sicherheit und Gesundheitsschutz zum Beispiel durch Sicherheitsbesprechungen und -begehungen mit Dokumentation und Auswertung der Ergebnisse
  • Hinwirken auf die Einhaltung einer Baustellenordnung und eines Baustelleneinrichtungsplanes (soweit vorhanden) hinsichtlich der Vermeidung gegenseitiger Gefährdungen

 

SiGe- Unterlage:

Die Unterlage soll Gefährdungen der Sicherheit und Gesundheit für die mit späteren Arbeiten an der baulichen Anlage reduzieren. Des Weiteren können Improvisationen und Informationsdefizite und dadurch bedingte Störungen und Sachschäden bei späteren Arbeiten, wie z.B. Wartungs- und Reparaturarbeiten, vermieden werden.

Wir erstellen Ihnen gerne eine übersichtlich strukturierte, mit Fotos versehene Unterlage.

Unsere Kompetenz als Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinatoren stellen wir zurzeit und in früheren Projekten mit Erfolg unter Beweis.

 

Referenzen:

  • Altlastensanierung des Standortes ehemaliges Gaswerk Mohrenstraße in Wuppertal
  • Altlastensanierung Industriestraße in Wuppertal
  • Gesa, Ausbau Betriebsfläche Essener Straße, Wuppertal
  • Presswasserspeicher, Umbau Eingangsbereich, VGA Ilbenstadt